Wenn ein neues Tageskind zu uns stößt, beginnt eine ganz besondere Zeit voller Emotionen. Eine neue Eingewöhnung ist für alle Beteiligten ein großer Schritt, der viel Feingefühl erfordert.
Natürlich haben die Eltern an den ersten Tagen oft ein flaues Gefühl im Magen. Das eigene geliebte Kind in neue Hände zu geben, kostet Mut und Vertrauen. Es ist völlig normal, dass das Herz dabei ein bisschen schwer wird.
Auch für das neue Tageskind ist plötzlich alles neu: eine andere Umgebung, fremde Spielpartner und ein neuer Tagesablauf.
Deshalb nehmen wir uns alle Zeit der Welt. Bei der sanften Eingewöhnung bestimmen das Kind und sein Tempo den Weg. Schritt für Schritt, ohne Druck, bauen wir eine sichere Bindung auf.
Auch für die Kinder, die schon länger bei mir sind, ist diese Phase aufregend. Die bestehende Gruppe muss sich neu finden. Plötzlich teilt man das Spielzeug mit jemand Neuem, stellt sich auf ein anderes Kind ein und lernt, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Es ist wunderschön zu beobachten, wie die „Großen“ neugierig und stolz den Neuankömmling willkommen heißen.
Jede einzelne Eingewöhnung ist einzigartig und etwas ganz Besonderes. Trotz der anfänglichen Tränchen oder der Aufregung macht dieser Prozess unglaublich viel Spaß. Es ist ein Privileg zu sehen, wie aus anfänglicher Skepsis das erste Lächeln wird, wie das Vertrauen wächst und wie am Ende ein neues, glückliches Kind fröhlich durch die Gruppe flitzt.
*Liebe Eltern, habt Vertrauen. Wir gehen diesen Weg gemeinsam, behutsam und mit ganz viel Liebe.*

Vielleicht mögt ihr eure Erfahrungen in ein paar kurzen Worten hier teilen und damit anderen Eltern Mut machen, die vielleicht gerade selbst dieses mulmige Gefühl im Bauch haben, ihr geliebtes Kind zum ersten Mal in andere Hände zu geben.
